Sicherheitslandesrätin Ulli Mair (F) hat sich jetzt in Ermangelung von Kompetenzen offenbar eine weitere Tätigkeit ausgedacht. Da der Zentralstaat Südtirol die Zuständigkeit für öffentliche Sicherheit (die viele andere Autonomien haben) verweigert, wurden bislang bereits folgende Ersatzbefugnisse ausgeübt:
- Regelmäßiges Händeschütteln mit Polizeipräsident Paolo Sartori.
- Aushändigung des öffentlichen Raums an die italienischen Streitkräfte.
- Finanzierung der staatlichen Polizei und zusätzliche Abstellung von Landespersonal.
Gemeinsam mit LH-Stellvertreter Marco Galateo von den neofaschistischen Fratelli d’Italia ist die Sicherheitslandesrätin neuerdings aber auch für das Überreichen von Anerkennungen zuständig, wie hier an einen mutigen Carabiniere:
Quelle: Landespresseamt – Querbalken von mir
Choreografisch sicher eines der autonomistischen Highlights schlechthin.
Mitreden dürfen wir als Vorzeigeautonomie zwar weiterhin nicht, doch gegen die Selbstkasteiung unserer Institutionen wird in Rom wohl niemand etwas einzuwenden haben. Als nächstes könnte die Landesregierung dem Staat vielleicht eine Urkunde für die vorzügliche Einhaltung der Zweisprachigkeitspflicht überreichen.
In einem früheren Leben war Mair übrigens Befürworterin eines unabhängigen Südtirol — oder zumindest eines entschiedenen Autonomieausbaus. Doch so sehen eben erfolgreiche politische Karrieren aus, Visionen stehen da nur im Weg.
Cëla enghe: 01
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