Die katalanische Polizei drang heute gegen 6.30 Uhr in die Universität von Lleida ein und verhaftete auf richterliche Anweisung den Rapper Pablo Hasél, der sich dort seit gestern aufhielt. Studierende und Aktivistinnen wollten den Vorgang verhindern, mussten aber nach rund zwei Stunden aufgeben.
Hasél hatte zuvor die Frist verstreichen lassen, innerhalb der er sich bei einem Gefängnis seiner Wahl hätte melden können, um die Strafe abzusitzen. Auch die Möglichkeit des Exils hatte er bewusst ausgeschlossen.
Wegen seinen Songtexten und mehreren Tweets, deren Inhalt als Verherrlichung des Terrorismus und Verunglimpfung der spanischen Krone gewertet wurden, war Hasél 2018 vom Sondergericht Audiencia Nacional zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt worden.
Als die Festnahme bekannt wurde, gingen am Abend Zehntausende in Barcelona, Lleida, Girona, Sabadell, València und anderen Städten spontan auf die Straße, um gegen die Verhaftung zu protestieren.
Schon im Vorfeld hatten zahllose Künstlerinnen und Prominente einen Aufruf gegen den Vollzug der Strafe unterzeichnet — letztendlich vergeblich.
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