Der stets für die katalanische Sache einstehende FC Barcelona hat gemeinsam mit seiner Stiftung eine neue Kampagne zur Förderung der katalanischen Sprache gestartet. Unter dem Motto Parla blaugrana, parla català (in Anlehnung an die Vereinsfarben: »Sprich blaurot, sprich Katalanisch«) soll die Sprache innerhalb der Barça-Gemeinschaft gestärkt und zugleich als verbindendes und prägendes Element der Gesellschaft Kataloniens sichtbar gemacht werden.
Indem blaugrana und català unmittelbar miteinander verbunden werden, stellt der FC Barcelona sogar eine direkte Identifikation zwischen sich selbst und der katalanischen Sprache her.
Für die Kampagne hat der Club Spielerinnen und Spieler der Männer- und Frauenteams vor die Kamera geholt. In mehreren Videos erzählen sie von ihren eigenen Erfahrungen mit der Sprache und davon, wie sie im Alltag im und rund um den Verein verwendet wird. Für die Integration innerhalb der Teams spiele sie dabei eine ebenso wichtige Rolle wie für die gesellschaftliche Integration von Menschen, die neu nach Katalonien kommen.
Die Kampagne zeigt unter anderem, wie Spielerinnen, die Katalanisch als Teil ihrer Ausbildung in der Fußballschule La Masia gelernt haben, die Sprache verwenden. Andere, die später aus dem Ausland oder aus Spanien zum Club gekommen sind, beginnen sie zu verstehen und lernen zunehmend auch, sie selbst zu sprechen.
Gemeinsame Sprache einer vielfältigen Gemeinschaft
Katalanischsprachige Spielerinnen übernehmen dabei eine Art informelle Vermittlerrolle. Pau Cubarsí etwa wird von Mitspielern als »Lehrer« bezeichnet, weil er ihnen beim Katalanischlernen hilft und sie etwa in der Umkleide mit Korrekturen unterstützt. Gerade vor dem Hintergrund der Internationalität der Teammitglieder soll Katalanisch zu einer gemeinsamen Sprache werden, die Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander verbindet.
Die Kampagne knüpft an eine lange Tradition an. Nicht nur seinem Claim, sondern seiner gelebten Philosophie nach ist Barça més que un club — also »mehr als ein [Sport-]Verein« —, der schon kurz nach seiner Gründung damit begonnen hat, sich für die katalanische Sprache zu engagieren und auch während der Franco-Diktatur ein wichtiger kultureller Bezugspunkt für Katalonien blieb. Schon seit 1918 ist Katalanisch die offizielle Sprache des Clubs. Die Statuten bestimmen ausdrücklich, dass Katalanisch bei den Aktivitäten des Vereins grundsätzlich bevorzugt verwendet werden soll.
Ein Verein mit einer weltweiten Fangemeinde und Spielern aus zahlreichen Ländern könnte die katalanische Sprache leicht als Hindernis betrachten und stattdessen auf die Weltsprachen Spanisch und Englisch setzen. Barça tut bewusst das Gegenteil: Die internationale Ausstrahlung und die enorme Reichweite werden dazu genutzt, die katalanische Sprache zu stärken, in die Welt zu tragen und als identitätsstiftendes Merkmal des Vereins zu betonen. Auch gegenüber einer weltweiten Millionen-Fangemeinde macht der Club ohne Komplexe sichtbar, dass er sich mit der katalanischen Geschichte, Sprache und Kultur identifiziert.
Zur diesjährigen Diada, dem katalanischen Nationalfeiertag am 11. September, veröffentlichte der FC Barcelona zusätzlich ein Video, das die mehr als hundertjährige Geschichte seiner Verbindung mit der katalanischen Sprache nachzeichnet. Damit wird klar, dass Katalanisch für Barça nicht etwa eine aktuelle Marketingidee ist, sondern seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil seiner Identität.
Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 | 08 09




, was wir als Adelung empfinden. Wir gehören nicht zu jenen, die wegschauen und schweigen, wenn sich die gerne als antifaschistisch auftretende STF mit Rechtsextremistinnen trifft oder rassistische Positionen vertritt. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
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